Mit einem neuen „Maßnahmenbündel“ will das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) dafür sorgen, dass alte, ineffiziente Heizungen aus den Kellern verschwinden. Anfang Mai stellte Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel dafür das „Anreizprogramm Energieeffizienz“ vor.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Förderung innovativer Heizsysteme mit Brennstoffzellen.
Quelle: Envisys
Der Förderhöchstbetrag für die KfW-Effizienzhäuser wird von 75.000 Euro auf 100.000 Euro je Wohneinheit erhöht. Die KfW möchte damit sicherstellen, dass private Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern auch bei aufwendigen Sanierungsvorhaben auf eine 100%ige Förderung für ihre energetische Sanierung zurückgreifen können.
Quelle: DENA
Der neue dena-Gebäudereport zeigt: 2013 zahlten deutsche Haushalte über 50 Milliarden Euro für Warmwasser, Heizung und Co. Ohne energetische Modernisierungen wäre der Betrag deutlich höher. Doch genau in diesem Bereich gibt es noch viel zu tun.
Auf etwa 53,7 Milliarden Euro beläuft sich die Summe, die die Deutschen 2013 für Heizung, Warmwasser, Klimatisierung und Beleuchtung aufbringen mussten. Inflationsbereinigt sind das fast 10 Milliarden Euro mehr als noch vor zehn Jahren. Gleichzeitig zeigen belegen die Zahlen, wie wirkungsvoll die energetische Gebäudesanierung ist: Denn ohne die erheblichen Verbrauchseinsparungen durch energetische Modernisierungen und energiebewusstes Nutzerverhalten wären es sogar über 20 Milliarden Euro mehr.
Einsparpotenzial im Gebäudebereich noch nicht ausgeschöpft
Trotz dieser erheblichen Einsparungen sind aber immer noch circa zwei Drittel der Fassaden sowie ein Drittel der Dächer nicht gedämmt und mehr als die Hälfte der Heizungsanlagen in deutschen Wohngebäuden veraltet. Damit macht der dena-Gebäudereport zwei grundlegende Fakten deutlich: Deutschlands Häuser sind sanierungsbedürftig. Und energetische Modernisierungen wirken.
Quelle: Newsletter dena kompakt 01 | 2015